Wer in Australien mit einem Camper oder auch nur mit einem Zelt unterwegs ist, ist immer auf der Suche nach günstigen Orten zum Übernachten und will möglicherweise den teureren Campingplatz vermeiden. Wiki-Camps, Camps und Campermate sind hierbei sehr nützlich, doch die besten Orte findet man natürlich spontan.

Wild campen an der Ostküste

Ich habe meine fünf Lieblings Spots an der Ostküste zusammen getragen wo ich eine oder mehrere Nächte in einem Camper van ungestört übernachtet habe. Ich möchte jedoch festhalten, dass ich natürlich nicht dafür garantieren kann, dass man dort Campen darf. Ich wurde von keinem Ranger geweckt, was natürlich nicht heißt, dass das immer der Fall sein sollte. Es kann durchaus Zufall gewesen sein, dass ich nie Strafe zahlen musste. Bis auf einen Ort stand auch nie ein Campen-Verboten Schild (was in Australien sowieso nichts heißen muss). Trotzdem war das Wildcampen für mich einen Versuch wert und hat sich meiner Meinung nach gelohnt. Wen es interessiert, was ein Jahr Australien kosten kann, der findet seine Antwort hier.

Meine 5 liebsten Camp Spots zwischen Sydney und Gladstone

1. Redhead Beach

Wo: Redhead Beach liegt bei Newcastle und ist definitiv einer meiner Lieblingsstrände an der Ostküste. Die scheinbar unendlichen Sanddünen sind einfach atemberaubend und hier morgens aufzuwachen war unvergesslich.
Risikofaktor: Einer der riskanteren Orte zum übernachten aber wahrscheinlich auch der spektakulärste. In der Campermate App steht zwar, dass man ein Fine (einen Strafzettel) riskiert aber um das zu umgehen habe ich nicht auf dem Hauptparkplatz (wo “No-Camping” Schilder stehen) sondern auf dem tiefer gelegten, sandigen Nebenparkplatz geparkt.
Besonderheiten: Der Lifesaving Club neben dem Parkplatz bietet nicht nur kostenlose Duschen, Toiletten und Wifi sondern auch eine Imbissbude. Der Strand ist außerdem von Rettungsschwimmern überwacht und toll zum Surfen. Auch am Wochenende war er nicht überfüllt. Quad fahren und andere Aktion Sportarten werden außerdem angeboten.
Wie kommt man hin? Von der A43 bei Belmont North auf die Wommara Avenue abbiegen, dann auf die Kalaroo Road bis nach Redhead. Dort dann durch kleine Straßen und Wohngebiete bis zum Readhead Surf Lifesaving Club.

Koordinaten: -33.013813, 151.720033

2. Irgendwo zwischen Hat Head und Crescent Head

Wo: Etwa 50km nördlich von Port Maquarie liegt der wohl einsamste Strand am dem ich je war. Jedenfalls konnte ich kilometerweit niemanden sehen. (nahe Sydney findest du auch die Blue Mountains)
Risikofaktor: Gering, weil der kleine Strandzugang, wo man parken kann, so abgelegen ist. Das größere Risiko ist hier wohl eher eine Spinne im Auto oder eine Panne durch die nicht asphaltiere Straße. Dennoch hat es unser zwanzig Jahre alter Camper problemlos durch alle Schlaglöcher geschafft. Wem es Nachts aber schnell unheimlich wird ist dieses Plätzchen nicht zu empfehlen.
Besonderheiten: Es gibt einen Strandzugang für 4WD Autos. Wer das nicht hat kann trotzdem praktisch auf dem Strand parken und diesen unglaublichen Sonnenaufgang direkt aus dem Autofenster miterleben. Super ist hier, dass man hier ungestört auch abends etwas lauter Musik laufen lassen kann, was beim wild campen manchmal nicht einfach ist.
Wie kommt man hin? Das ist etwas kompliziert, deswegen sollte die Karte es erleichtern. Einige Kilometer entfernt gibt es einen Campingplatz (25$/Nacht) oder eher gesagt einen Hinterhof mit einem Plumpsklo. Nicht zu empfehlen.

Koordinaten: -31.157272, 152.981274

3. Broadwater Beach Picnic Area

Wo: Etwa 15km von Evans Head entfernt, ein kleiner Picknickplatz direkt am Wasser.
Risikofaktor: Relativ gering. Es steht tatsächlich kein “No-Camping” Schild da und der Picknickplatz war kaum besucht als ich dort war. Wir haben Anwohner der zwei einsamen Häuser einige Kilometer weiter gefragt ob der Platz von Rangern kontrolliert wird. Keiner hatte dort je einen gesehen. Die Alternative wäre bei genau diesen Anwohnern vor dem Haus zu parken (was uns angeboten wurde). Dort gibt es am Ende der Straße einen unglaublichen Ausblick auf den Strand.
Besonderheiten: Ein nicht sehr schönes Plumpsklo steht zu Verfügung aber besser als Nichts. Wer Kängurus liebt, der wird sich hier wohl fühlen. Die sprunghaften Freunde gibt es hier in Massen. Der Strand ist einsam und wunderschön, perfekt um den Sonnenuntergang zu genießen.
Wie kommt man hin? Nicht sehr schwer zu finden. Die Straße ist gegen Ende nicht mehr asphaltiert aber in perfektem Zustand. Kein Problem mit einem alten Camper.
Man folgt der Broadwater Evans Head Road aus Evans Head hinaus Richtung Norden. Nach einigen Kilometern biegt man Rechts auf die Broadwater Beach Road ab und folgt dieser bis es nicht mehr weiter geht. Dann links auf den Finns Trail und schon ist man da. Die rechte Abzweigung führt zu den Wohnhäusern.

Koordinaten: -29.031430, 153.455874

4. Ross Creek Store Rest Area

Wo: Zwischen Gympie und Rainbow Beach (bei Fraser Island). Ein etwas anderes Erlebnis aber so komisch, dass man es einfach gesehen haben muss. Man stelle sich eine Mischung aus Tankstelle, Supermarkt, Restaurant, Wohnzimmer, Minigolfplatz, Hühnerstall und Wiese vor. Besser kann ich es nicht beschreiben
Risikofaktor: Keiner. Der “Campingplatz” ist auch in der Campermate App eingetragen. Die Restaurant-Supermarkt-Tankstellen Besitzer lassen Backpacker gerne in ihrem Garten umsonst übernachten. Nach einer Nacht kostet es anscheinend etwas, das hat aber als ich da war Keinen so wirklich interessiert.
Besonderheiten: Einigermaßen saubere Toiletten, stehen zur Verfügung sowie ein Becken zum Abspülen. Für 1$ kann man eine Stunde sein Handy aufladen. Im Restaurant gibt es warmes Essen und frisches Obst sowie allen möglichen Krimskrams zu kaufen. Ausserdem sollte man nichts gegen Hühner haben, denn die laufen überall herum. Überall!
Wie kommt man hin? Der Platz liegt direkt an der Tin Can Bay Road. Schwer zu verfehlen.

Koordinaten: -26.090399, 152.767878

5. 1770 Air Sea Rescue Park

Wo: Etwa 7km außerhalb von Agnes Water liegt das winzige 1770. Die Bucht sieht besonders bei Ebbe fantastisch aus mit ihren vielen Sandbänken und seichtem Wasser.
Risikofaktor: Relativ gering. Ich habe hier einige Nächte verbracht und wurde nie gestört. Es parken oft auch andere Autos von Anwohnern. Gegebenenfalls kann man einige 100m die Straße zurück fahren und bei der 1770 Marina auf dem Parkplatz parken. Hier stehen eigentlich immer Autos.
Besonderheiten: Die Aussicht ist wunderschön. Stand-up Paddleboards und Kayaks kann man am Strand günstig mieten. Sollte man auf keinen Fall verpassen!
Wie kommt man hin? Da 1770 so klein ist, ist es schwer sich zu verfahren. Direkt am Anfang des Ortes lässt sich gegenüber des “Tree Restaurants” schön über Nacht stehen. Öffentliche Toiletten und Strandduschen stehen zur Verfügung.

Koordinaten: -24.168458, 151.881419

Behaltet immer in Gedanken, auch für nachfolgende Backpacker Generationen, das Campen zu ermöglichen, indem ihr ein paar kleine Freundlichkeiten einhaltet.

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