Während meiner Zeit auf Madeira waren wir eine Woche lang jeden Tag unterwegs. Bei unseren Abenteuerausflügen waren wir selbstverständlich auch Wandern. Da Madeira ein Wanderparadies ist hat sich das geradezu perfekt angeboten. 3 dieser Wanderwege will ich euch hier vorstellen.

Beginnen wir mit einer für Madeira untypischen Wanderroute.

Ponta Sao Lourenco

Dauer: ca. 3h  •  Länge: ca. 3,5 km one way  •  Höhenunterschied: 200m  •  schwierig bei nassem Untergrund
Anfahrt: Die Anfahrt ist super einfach mit dem Bus. Direkt an Start des Wanderweges ist eine Bushaltestelle. Ihr wollt vorbei an Caniçal nach Baía d’Abra fahren. Die Haltestelle ist gleichzeitig ein großer Kreisel und nicht zu verfehlen. Hier ist Endhaltestelle. Für alle, die mit Auto kommen: ”Ihr findet hier einen ausreichend großen Parkplatz vor.”

Untypisch, da weit und breit keine Levadas zu sehen sind, aber dafür umso beeindruckender durch seine raue und farbintensive Steilküste liegt Ponta Sao Lourenco im Nord-Osten der Insel.

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Besonders beeindruckend war der Regensturm in den wir während unserer Wanderung geraten waren. Die Wind waren unglaublich stark, der Regen überwältigte jede Regenjacke und die Wege wurden zu lehmartigen Matschrutschen in denen man versank. Bei Sonnenschein kommt das Blau des Meeres besonders zum Ausdruck und man fühlt sich, als würde man durch eine karge Wüste wandeln. Wohingegen Regen und Sturm diese raue Landschaft noch viel gewaltiger wirken lässt. Übrigens habe wir in dem Regensturm satte 3 h für den Hinweg gebraucht und 1,5 h für den Rückweg. Bei Sonnenschein schafft man das in insgesamt 3 h.

Ein von Lisa Ritter (@travelistus) gepostetes Foto am

Die Keise, die ihr auf dem Meer sehen könnt, sind sogenannte Fischzuchtstationen (Fish farms).

Da ich diese Tour auch im Regen erlebt habe muss ich sagen, dass sie bei ”Unwetter” (die Anführungszeichen, da Unwetter für jeden etwas anderes bedeutet) für Kinder definitiv ungeeignet ist, da der Weg schnell überschwemmt ist und der rutschige Untergrund gleich neben der Steilklippe meiner Meinung nach zu gefährlich ist. Bei Sonnenschein empfiehlt sich ein Sonnenschutz, da es keinen Schatten geben wird.

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Der finkaartige Rastplatz an dem ihr vorbeikommen werdet ist tatsächlich die Casa Sardinha, ein Stützpunkt der Naturparkverwaltung der mit ein paar Bänken zum sitzen einlädt.

Um zum östlichsten Punkt der Insel zu gelangen geht es jetzt noch einmal bergauf. Zögert nicht! Es lohnt sich! (Außerdem-Was kostet eine Woche Urlaub aud Madeira?)

Balcoes bei Ribeiro Frio | ein urzeitartiger Aussichtspungt

Dauer: ca. 1 h  •  Länge: 3,4 km  •  Höhenunterschied: 0 m  •  außerhalb der Hochsaison sind weniger Touristen anzutreffen

Anfahrt: Empfehlenswert ist es wieder einen Bus zu nehmen, da man sich nicht um Parkplätze kümmern muss! Haltestelle Ribeiro Frio.

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Ein wundersamer, friedlicher Spaziergang durch den feuchten Wald, entlang eines Levada und am Ende weiß man wie Gott sich fühlen muss, wenn er auf die Welt hinab blickt. Überwältigende Schönheit.

Den Beginn des Wanderweges findet ihr in Ribeiro Frio, bergab und unterhalb der zwei gegenüberliegenden Restaurants (linke Seite unterhalb von Victors’ Bar). Etwas weiter bergauf liegt eine Terassen-Forellenzuchtstation die man sich ansehen darf, wenn man möchte.

Ausblicke auf das Zentralgebirge mit Pico Arieiro, Gato, Torres und Ruivo, sowie in das Tal der Faja do Nogueira.

Unten im Tal fließt ein Fluss, dessen kräftiges Rauschen selbst hoch oben am Aussichtspunkt noch zu hören ist.Das Tal beherbergt laut unserem Kumpel/Tourguide alte Lorbeerbäume. Alt ist relativ, aber mit 500 Jahren wuchsen sie zur Zeit Columbus heran.

Rabaçal & 25 Fontes

Dauer: ca. 3-4 h  •  Länge: 11 km  •  Höhenunterschied: mir unbekannt  •  sehr gefährlich bei Regen

Anfahrt: Mit dem Auto von Funchal über Ponta do Sol, dann auf die ER209. Dann Richtung Westen auf die ER310 abbiegen. Der Parkplatz liegt auf der Rechten Seite.

Wichtig! Besonders bei dieser Wanderung empfiehlt es sich sehr nicht ohne geeignete Unwetterausrüstung loszuwandern. Regenjacke und passende Schuhe sind Pflicht!


Rabaçal ist ein Naturschutzgebiet im Südwesten der Insel Madeira. Entlang der Levada, durch gewachsene Tunnel, in einem feuchten Wals der Maiglöckchenbäume beherbergt taucht man in eine andere Welt. Begleitet von zierlichen Vögelchen… und einigen Touristen.

 

 

Wann ist die beste Zeit nach Madeira zu fliegen?

Wenn Madeira/Portugal nicht nach deinem Geschmack ist, dann vielleicht lieber Magnetic Island in Australien?

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