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Lisa's Reiseblog - GROW as you GO

Fünf Dinge die das Leben im Auto erleichtern

Leben im Auto klingt wie ein Abenteuer? Absolut! Muss das zwangsläufig unbequem sein? Auf gar keinen Fall! Hier sind ein paar Dinge, die Low Budget in jedem Van platz haben und das Abenteuer-Australien mit etwas Leichtigkeit würzen.

Was tun gegen nächtliche Hitze und Mosquitos?

Besonders im heißen Norden Australiens macht das Schlafen im Auto irgendwann einfach keinen Spaß mehr. Stickige Luft, von der Luftfeuchtigkeit angelaufene Fenster und eine unglaubliche Hitze, die auch Nachts nicht weniger wird. Die Versuchung ist groß einfach die Fenster offen zu lassen. Doch spätestens nach der ersten Huntsman Spider im Auto bereut man diese Entscheidung sehr. Mit Mücken und anderem fliegendem Getier sich das Bett zu teilen macht natürlich auch keinen Spaß. Meine Lösung hierfür sind “Window Shades” von Supercheap Auto für ungefähr 10$. Die Packung beinhaltet zwei Stück, die man einfach über den oberen Teil der Autotür stülpt und dadurch das Fenster abdichten kann. Eigentlich sollen die Dinger Schatten spenden doch sie eignen sich hervorragend als Moskitonetz. Es gibt sie in verschiedenen Größen für alle Autotypen. Obwohl ich meine in XXL gekauft habe sind sie ein bisschen knapp für die schräge Tür meines Vans. Deshalb rate ich dazu lieber eine größere Größe zu kaufen um sicher zu gehen. So macht das wohnen im Auto auch weiterhin Spaß. Und wenn es schon zu spät ist und der Mückenstich schon juckt, dann hilft dieses kleine klickende Wunderteil!

Was tun ohne Klimaanlage?

Als ich auf der Suche nach einem Van war, habe ich besonders darauf geachtet ein Auto auszusuchen welches eine Klimaanlage hat. Diese hat mein Van auch, richtig funktionieren tut sie allerdings nicht. Außerdem ist der Spritverbrauch um einiges höher, wenn sie eingeschaltet ist, also bleibt sie meistens aus. Ich habe mir nicht nur einen sondern gleich zwei kleine Ventilatoren angeschafft um die Hitze etwas erträglicher zu machen. Diese kommen bei der Fahrt, aber auch manchmal Abends im Van zum Einsatz um etwas Abkühlung zu schaffen. Den Ventilator hab ich für etwa 10$ bei Bunnings gekauft. Er funktioniert mit Batterien aber auch über USB, zum Beispiel über einen Adapter der im Feuerzeug Anzünder im Auto steckt. Die Erwartungen sollten hier allerdings nicht zu hoch sein; eine Klimaanlage kann das kleine Gerät natürlich nicht ersetzen. Direkt vors Gesicht gehalten ist es ein angenehmes Lüftchen, mehr nicht. Trotzdem haben auf langen Autofahrten durch glühende Hitze meine kleinen Ventilatoren mich schon mehrmals vor schlechter Laune gerettet.

Camper haben Camper-Hunger. Was nun?

Für jemanden der wirklich länger Campen will gibt es keine bessere Anschaffung als einen Gaskocher fürs Auto. Meiner kam schon fertig eingebaut auf einem ausfahrbaren Fach, im Nachhinein wäre ich mit einem herausnehmbaren aber beinahe glücklicher gewesen. Wenn der Wind in die falsche Richtung weht kann es schon mal passieren, dass ich mein ganzes Auto umparken muss damit meine kleine Flamme nicht sofort wieder ausgepustet wird. Ich habe den wohl billigsten Gaskocher den ich bis jetzt gesehen habe, bin aber sehr zufrieden. Natürlich gibt es noch Modelle mit zwei Gasplatten, unbedingt gebraucht hab ich diese aber noch nicht. Bei Bunnings gibt es meinen “Gasmate Camping Stove” für 20$. Die passenden Gaskartuschen kosten für eine vierer Packung ungefähr 5$ (Was kostete mich ein Jahr Australien?). Eine Anschaffung die sich wirklich lohnt für alle die nicht mehr nur auf öffentliche Grillplatten angewiesen sein möchten.

Was gibt es zum Frühstück? Knusprig statt labbrig!

Zugegeben diese Anschaffung ist nicht lebensnotwendig, hat aber meinen Komfort beim Campen definitiv angehoben. Bekanntlich ist es in Australien ja schwierig günstiges Brot zu finden, dass kein Toastbrot ist. Nach einigen Wochen konnte ich labbrigen, weichen Toast einfach nicht mehr sehen. Für 5-10$ kann man bei Big W, Bunnings oder auch BCF einen Campingtoaster für den Gaskocher kaufen mit dem man knusprigen Toast zum Frühstück genießen kann. Etwas sinnlos? Ja. Ist es eine meiner Lieblings Anschaffungen? Auf jeden Fall!

Was tun gegen leere Handys?

Da ich ohne GPS oder sämtliche Straßenkarten unterwegs bin, ist für mich mein australisches Handy und Google Maps überlebenswichtig. Auf meine Kamera, meinen USB Ventilator (siehe oben) und mein deutsches Handy möchte ich natürlich auch nicht verzichten. Deshalb empfehle ich sehr einen aufladbaren externen Akku und einen Zigarettenanzünder Adapter zu kaufen oder wie ich direkt aus Deutschland mit zu nehmen. Da die meisten Akkus mehr als einen USB Anschluss besitzen lässt sich so ein funktionierendes Batteriesystem herstellen. Das Auto lädt den Akku, der Akku lädt alles Andere. Ein Kabelsalat kann dabei allerdings leicht zustande kommen.

Manchmal sind es die kleinen Dinge die glücklich machen?

Manchmal können kleine Dinge einen retten und das Campingleben sehr viel einfacher und angenehmer machen. Diese fünf Objekte sollten in keinem Camper fehlen. Zumindest sind sie für mich ein absolutes Muss.

  1. Allzwecktool. Ob es ein großes Taschenmesser, eine kleine Werkzeugkiste oder wie in meinem Fall ein Leatherman Tool ist, man kann es immer gebrauchen. Ich benutze meins fast täglich. Dosen und Flaschenöffner, Messer, Säge, Schere und Feile kamen schon besonders oft zum Einsatz. Außerdem konnte der Schraubenzieher das Auto wieder verkehrstüchtig machen als einer der Seitenspiegel mal abfiel.
  2. Insektenkiller. Um ein Uhr Nachts möchte man einfach nicht die Spinne mit einem Glas und einem Stück Papier vorsichtig einfangen und umsiedeln. So leid es mir tut, manchmal müssen Mücke, Spinne, Kakerlake und ihre Freunde leider das zeitliche segnen und man kann ruhig, von Giftgasen umgeben weiter schlafen.
  3. LED Click Lichter. Ich weiß nicht ob es Sinn ergibt die Dinger hier überhaupt aufzuschreiben, ich habe noch nie ein Backpacker Auto ohne gesehen. Falls jemand trotzdem noch ohne diese Erleuchtung lebt, kauft eine Packung für 8-10$! Drei Stück sind da drinnen, die Batterien halten ewig und sie lassen sich einfach überall festkleben. Manchmal fallen sie einem allerdings nachts auf den Kopf; ein weniger schönes Erlebnis.
  4. Sonnenblende. Hilft die Hitze bei längerem Parken zu bekämpfen, lässt neugierige Ranger nachts euch nicht im Auto entdecken und kostet nur 5$ bei Big W. Unbedingt anschaffen!
  5. Wäscheleine oder Wäschespinne. Beides habe ich immer dabei und beides ist manchmal unersetzlich. Die kleine Wäschespinne hält zwar nicht sehr viel aus, reicht aber für Bikini und eins bis zwei T-Shirts wenn gerade Nichts in der Nähe ist an dem die Wäscheleine befestigt werden könnte. Die Wäscheleine kann einfach nur ein Stück stabile Schnur sein und kann sich auch dafür eignen eine Art Sonnensegel aus einer Decke oder einem Laken zu bauen

Was sagt du ist ein absoluter Gute-Laune-Retter und macht das Campen zum puren Vergnügen? Welche Gadgets benutzt du? Teile deine Erfahrung und dein Wissen mit uns den Kommentaren.

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7 Kommentare

  1. Hi Lisa, danke für den Artikel! Wenn ich ab März in Australien bin, werde ich mir bestimmt den einen oder anderen Trick abschauen! 🙂

    Du erwähnst, dass du Google Maps genutzt hast. Mich würde interessieren was du für ein Handyvertrag hattest (oder hast). Der muss ja dann auch genügend Datenvolumen haben oder?

    Liebe Grüße,
    Jan

    • Hallo Jan, es freut mich, dass der Artikel für dich hilfreich war. Die Autorin war in diesem Falle Victoria 🙂 Soweit ich weis, kann man google maps auch ohne internet benutzen, solange man sie suchfunktion nicht verwendet. Eine Karte sieht man immer! Mit Suchfunktion benötigt man natürlich ein gewisses Maß an Datenvolumen, da hast du recht. Ich würde dir allerdings raten, wenn low kost für dich wichtig ist, so wenig wie möglich zu nutzen, da Australien was Telefonkosten und Internet angeht recht teuer ist. Diesen Artikel kann ich dir noch ans Herz legen. http://travelistme.com/kostenloses-internet-in-australien/
      Ich gebe deine Frage ebnfalls an Victoria weiter. Mal sehen, was sie dir noch empfehlen kann 🙂

      • Hallo Lisa, danke für deine Antwort.

        Also ohne Internet kann man Google Maps nicht einfach so benutzen. Man kann sich allerdings die Daten für bestimmte Regionen oder Städte vorher für den Offline-Betrieb auf dem Smartphone speichern.
        Wie das geht steht hier: https://support.google.com/maps/answer/6291838?co=GENIE.Platform%3DAndroid&hl=de

        Habe mir gerade gleich mal die Karte für Perth runtergeladen (ca. 600 MB), da ich dort am 1.3.17 ankomme und die ersten Tage/Wochen verbringe. 🙂

        Ich möchte natürlich schon möglichst sparsam unterwegs sein, allerdings werde ich mir vermutlich trotzdem ein Handyvertrag mit mobilem Datenvolumen anschaffen. Aber wahrscheinlich entscheide ich das einfach vor Ort, ob es mir dass dann auch wert ist. Oder vielleicht hat ja Victoria doch noch einen Tipp 😉

      • Super Jan, danke für die Info ich muss mir das auch gleich mal ansehen! Sicher freust du dich schon riesig auf Perth 😀 ich freu mich so für dich , weil es mich an meine eigene Vorfreude erinnert. Vicy ist hier leider keine Bloggerin mehr. Ich war damals mit Telstra unterwegs und da Telstra flächendeckend den besten Empfang hat war das von meiner Seite her eine gute Wahl. Obwohl ich sowieso kaum telefoniert habe. Würde mich interessieren, für was du dich am Ende entscheidest und warum. Handyverträge und Anbieter werden immer heiß diskutiert und kaum einer erfüllt unsere “Ansprüche”.

      • Ja ich freue mich schon mega auf Perth bzw. Australien allgemein! 😀
        Mal schauen, vielleicht wirds ja bei mir auch Telstra. Ich kann gerne berichten, wenn ich mich dann entschieden habe.

    • Ich empfehle für den entsprechenden Streckenabschnitt Offlinekarten runterzuladen, wenn du mal w-lan hast. Mich hat googlemaps auf diese Weise zuverlässig überall hingebracht.

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