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Lisa's Reiseblog - GROW as you GO

3 Tage Fraser Island für nur 105 $ – Spaß trotz wenig Geld

Mein ganz persönliches Abenteuer im Paradies für 105$ (anstatt satten 450$). Da war eine Herausforderung und ich habe sie ergriffen. Ohne eine teure Tour nach Fraser Island? Geht nicht gibts nicht! Lisa machts möglich. Mit ein wenig Köpfchen wurde es zu einem Abenteuer unter Freunden. Und mit diesen einfachen Tipps kannst auch du einen unvergesslichen Trip selber planen, der außerdem dein Reisebudget kaum merklich beansprucht. Größeres Abenteuer zum kleineren Preis! Wer kann da schon nein sagen?

Wir sind in einer Gruppe von 7 Freunden und drei Autos gereist. Davon waren 3 (mich eingeschlossen) in einem dieser 4WDs unterwegs. Durch das Befolgen dieser einfachen Tipps konnten wir drei unsere Kosten auf je nur 105 $ begrenzen. 105$ pro Person in unserem dreier Auto. Insgesamt für 3 Personen also 315$. Viel Spaß beim selber planen.

Tipp Nr.1 für einen erschwinglichen Frasertrip:

Buche dir nicht eine von den Überteuerten Reisetouren die angeboten werden. Wenn du genug Zeit hast kannst du auf Gumtree eine Anzeige starten, dass du nach Reisepartner mit oder ohne 4WD Fahrzeug für Fraser suchst (folgende Angaben sind hilfreich: ob du einen 4WD zur Verfügung stellst oder ob du Reisebegleitung mit 4WD suchst, wie viele Plätze du anbietest oder mit wie vielen Leuten du reisen möchtest, für wie lange du gerne nach Fraser willst, was für Vorstellungen/Ziele du hast und evtl. noch ein paar Worte zu deiner Person kommen immer gut an.) Genauso kannst du nach Anzeigen von Anderen Travellern suchen und sie anrufen wenn du ein gutes Gefühl bei der Sache hast. So müsst ihr kein Fahrzeug mieten, da ihr euer eigenes habt und ihr Zahlt nur für das Benzin, welches ihr aber untereinander aufteilt. Je mehr Freunde desto billiger also auch der Trip.

Tipp Nr. 2: Campe simpel!

Abenteuerlich ist sicherlich jeder Campingplatz auf Fraser Island, allerdings sind mit 5$ per Nacht die Strandcampingareas die billigsten. Sicherlich auch, weil es nur abgesteckte Campingareas sind, die ausgesucht wurden, weil sie Nachts nicht vom Wasser erreicht werden können und sie haben auch keine Sanitäranlagen, geschweige denn Licht. Aber ich denke, dass genau das den Charme der Plätze ausmacht. Einfach. mitten in der Natur und vor dir das Meer, wo du morgens den Sonnenaufgang genießen kannst. Da es ein 3 Tagestrip war, handelt es sich um zwei Nächte und somit nur 10 $. Ist wie geschenkt.

Campingtipp: Es ist nur von Vorteil und lässt einen umso besser schlafen, je mehr Befestigungsseile man für sein Zelt dabei hat. am Strand halten die einfachen Heringe nicht und wir banden unser Zelt an Ästen und Bäumen fest mit allem was wir hatten.

Tipp Nr. 3: Bring dein eigenes Benzin

Wie du vermutlich in einem meiner Storytime-artikel über meinen Campingtrip auf Fraser gelesen hast, hat uns das Benzin dort 2.17$ gekostet. Das sind natürlich tolle Preise, denen man zumindest etwas aus dem Weg gehen kann. Je nach dem, was euer Auto verbraucht kann es sich lohnen Kanister abzufüllen, mit zu bringen und nach Bedarf zu benutzen. Einen Haken hat die Sache jedoch. Mehr Gewicht bedeutet höherer Verbrauch. Um im Sand gut fahren zu können braucht man eine stabilisierende, gleichmäßige Verteilung des Grundgewichts des Autos. Was bedeutet, dass ihr diese Verteilung bereits ohne die Kanister gut hinbekommen müsst, denn diese werde letztendlich Stück für Stück geleert und das Gewicht geht verloren. Wenn ihr also die Kanister dann noch mitnehmt verbraucht das Auto wegen zusätzlichem Gewicht etwas mehr Benzin – ihr werdet den Ersatzkanister also auch schneller brauchen. Was ich also empfehlen kann, ist einen guten Kompromiss. Nehmt etwas Benzin zum Nachfüllen mit aber nicht zu viel und tankt dann auf Fraser – falls benötigt – nach. Durch die kleine Reserve aber spart ihr hier etwas Geld. Was habt ihr evtl. für Erfahrungen mit den Benzinpreisen und dem Tanken auf Fraser gemacht? Hattet ihr Schwierigkeiten oder lief alles glatt? Lasst es mich wissen.

Tipp Nr. 4: Dein Auto ist dein bester Freund

Du wirst vielleicht lachen aber kümmere dich um dein Auto wie um deinen besten Freund, es wird es dir danken. Fakt ist, dass Fraser zwar eine Insel ist, aber um sie zu Fuß zu meistern ist sie wohl etwas zu groß … zumindest bei nur drei verfügbaren Tagen. Das bedeutet, du benötigst ein Fahrzeug und zwar eines, das funktioniert. Solltest du also beobachten, dass dein Fahrzeug heiß läuft, überhitzt oder merkwürdige Geräusche macht, dann geh dem auf den Grund und kümmere dich darum. Denn nichts ist ärgerlicher, als ein Abenteuer abzubrechen wegen eines gebrochenen Allradantriebes. Da du natürlich das Auto nicht auf Fraser lassen kannst .. ein Wrack ist ausreichend, musst du es abschleppen lassen und oh mein Gott das ist teuer. Schließlich ist auch der Schlepper 4WD und muss erst einmal vom Festland mit der Fähre kommen um dich zu holen und je weiter du von der Anlegestelle entfernt bist, desto schöner wird der Preis. Nicht um sonst wird Fraser auch der Friedhof genannt, weil hier so viele Vierradantriebe ihren Geist aufgeben. Und wenn man noch geschockt über den Preis des Abschleppers nachgrübelt fällt einem später auf, das die Reparatur nicht mehr notwendig ist und du dir ein neues Auto kaufen darfst. Aber all das wird ja nicht passieren, weil wir uns um unser Auto kümmern. 🙂 abgeschleppt auf Fraser Island

Durch Berücksichtigung all dieser Tipps und einem guten Abwägen von “was Brauche ich und was brauche ich wirklich” haben wir geschafft unseren Trip für nur 105 $ zu bekommen. Dabei war der größte Kostenfaktor das Benzin gefolgt von Tickets für Eintritt, Camping und Fähre. An all die Sparfüchse von euch – last euch gesagt sein, dass der Reichtum eines Menschen sich nicht am Geld misst, das er ausgeben kann. Genießt euren Trip, nehmt mit an Erfahrung was ihr bekommen könnt, denn ihr werdet Fraser reicher verlassen, als ihr es betreten habt. Trotzdem unterstütze ich voll auf die Einstellung, das Reisebudget so lange wie möglich zu strecken und so viel Qualität wie möglich daraus zu schöpfen. Ich hoffe, dass ich euch mit meinen Tipps helfen konnte und wünsche euch eine aufregende Zeit. Habt ihr noch mehr Ideen und Tipps dann würde ich mich freuen, wenn ihr sie mit uns teilt.

Bis dahin, eure Lisa.

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4 Kommentare

  1. Dominique

    2016-12-17 at

    Hey, danke für den Beitrag! Hattest du keine Schwierigkeiten erlebt bezüglich im Sand feststecken mit dem 4×4? Habe von einem Travel Agent gehört, dass so einige Backpacker im Sand stecken bleiben und dann viel Geld bezahlen um raus gezogen zu werden. aber ha vielleicht sagen die das auch einfach.. 😉

    • Lisa

      2016-12-19 at

      Also es ist definitiv von Vorteil, wenn du Erfahrung hast im Sand zu fahren, denn Fraser ist nicht einfach nur ein Strand. Da können schon wirklich heftige Stücken dabei sein. Ich sag mal so. Im Sand stecken zu bleiben ist nicht so schlimm, denn es gibt “meistens” jemanden der dir helfen kann und wird. Schlimmer ist es, wenn dein Motor durch überbeanspruchung und den Sand einen Schaden nimmt. denn dann musst du es abschleppen lassen. Ein Freund den wir dabei hatten, hatte leider so einen Schaden und hat über 400$ für den Towtruck bezahlt.

  2. Anonymous

    2017-01-03 at

    Ein Paar Tips zum im Sand fahren:

    Reifenluftdruck minimieren. Der druck hängt von der Rad/Reifenkombination und dem Fahrzeuggewicht ab. Bei den gängigen Geländewagen sollten 1,5 Bar und weniger immer möglich sein.
    Wenn ihr keinen Kompressor dabei habt, vorher abklären wo es neue Pressluft gibt. Mit wenig Druck nicht lange schnell fahren. Reifen Überhitzt und wird zerstört.

    Vor einer schwierigen Passage den Gang wählen. Im Weichsand schalten ist meist nicht möglich. Während des Kuppelns kommt das Auto zum Stillstand. Im Zweifel niedrigeren Gang wählen oder Automatikfahrzeug kaufen.

    Im weichen Sand braucht man die volle Motorleistung. Um ihm ein bisschen Wärmeenergie abzunehmen Klimaanlage aus, Heizung aufdrehen, Gebläse auf Vollgas und mitfühlen wie es dem Motor ergeht 😉

    • Lisa

      2017-01-04 at

      Super gute Tipps. Viele Dank! Ich hoffe wirklich, dass sich jeder gut vorbereitet, denn Fraser ist nichts für “schwache Autos” 🙂

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